Problem Chronische Verstopfung


Oft helfen nur Medikamente
Problem Chronische Verstopfung

Etwa ein Viertel der über 60-Jährigen in Deutschland leidet unter chronischer Verstopfung. Oft reicht eine Lebensstiländerung nicht aus, die Verstopfung zu lösen. In diesen Fällen helfen Medikamente.

Die Anzahl an Stuhlentleerungen pro Woche ist individuell verschieden. Kommt es über einen Zeitraum von drei Monaten zu weniger als drei Stuhlentleerungen wöchentlich, liegt ein harter Stuhlgang vor oder ist starkes Pressen zur Entleerung nötig, handelt es sich um eine chronische Verstopfung. Meist resultiert sie aus einer ballaststoffarmen Ernährung sowie Bewegungs- und Flüssigkeitsmangel. Nur selten ist eine Chronische Verstopfung Anzeichen organischer Darmerkrankungen wie Entzündungen, gut- oder bösartiger Wucherungen der Darmschleimhaut oder Darmkrebs.

Chronische Verstopfung mit Lebensstiländerung lösen?

Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, mehr Bewegung und ballaststoffreiche Ernährung sind Maßnahmen, deren Hilfe sich Verstopfungen grundsätzlich gut lösen. Im Fall von Chronischen Verstopfungen sieht dies jedoch anders aus. „Chronische Verstopfung ist entgegen dem Vorurteil nicht nur eine harmlose Befindlichkeitsstörung ohne Krankheitswert. Laut ärztlicher Leitlinie ist sie weder selbst verschuldet noch leicht zu korrigieren“, erklärt Apothekerin Hiltrud von der Gathen. „Oft wird Patienten suggeriert, dass sie ihre Verstopfung allein durch eine Änderung ihrer Lebensgewohnheiten in den Griff bekommen könnten. So einfach ist es aber leider nicht.“

Weizenkleie und Flohsamen unterstützen die Darmtätigkeit

Zur Behandlung von Chronischen Verstopfungen rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zu einem dreistufigen Verfahren: Reichen eine ballaststoffreichere Ernährung, mehr Bewegung und eine höhere Flüssigkeitszufuhr nicht aus, fügen Betroffene ihren Mahlzeiten unverdauliche Ballaststoffe hinzu. Möglich sind Flohsamen(schalen) oder Weizenkleie. Sie quellen im Darm auf, machen den Stuhl weicher und fördern die Darmbewegung.

Medikamente als letzte Lösung

Helfen natürliche Abführmittel nicht, raten die Apotheker zur Einnahme von Medikamenten, die im Darm Wasser binden. So nimmt der Stuhl an Volumen zu und wird weicher, die Verdauung wird angeregt. Zu den Arzneistoffen gehören Macrogol (wie in Dulcolax ® M Balance), Bisacodyl (wie in Dulcolax®) und Natriumpicosulfat (wie in Laxoberal®). „Auf die Dosis kommt es an: Der Stuhl muss durch die Medikamenteneinnahme nur geformt und nicht flüssig wie bei einem Durchfall sein.“ betont von der Gathen. Wer dennoch keine Besserung verspürt, lässt sich vom Arzt rezeptpflichtige Abführmittel verschreiben.
Hinweis: Die Stuhlmenge, die für eine vollständige Stuhlentleerung nötig ist, liegt bei 150 bis 200 Gramm. Dies entspricht etwa dem Inhalt eines kleinen Jogurtbechers.

News

Vitamin-A-Mangel vorbeugen
Mutter und Kind mit frisch geernteter Karotte. Bei aller Begeisterung für Veganismus dürfen gerade bei Kindern die Vitamine nicht vergessen werden.

Für Schwangere und Veganer*innen

Wer regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fleisch isst, braucht sich um seinen Vitamin-A-Haushalt keine Gedanken zu machen. Doch wie sieht das bei veganer Ernährung aus? Und was müssen Schwangere beachten?   mehr

Blut spenden hilft allen

Frau sitzt in einem Sessel und spendet Blut.

Mangelware Blut

Ob bei einer Operation, bei Geburtskomplikationen oder einem schweren Unfall -Bluttransfusionen können Leben retten. Damit genügend davon zur Verfügung steht, müssen Gesunde Blut spenden. Doch wer ist dafür geeignet, und was muss man darüber wissen?   mehr

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Brunnen-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Margarita Rauschenbach
Telefon 030/4 93 56 10
Fax 030/4 94 84 18
E-Mail brunnen-apo@web.de