Spielsucht bei Jugendlichen


Wenn aus Spiel Ernst wird
Spielsucht bei Jugendlichen

Fast jeder ist einmal in den Bann eines Computerspiels geraten und hat dabei die Zeit vergessen. Doch wo liegt die Grenze zwischen Vergnügen und Spielsucht? Und wie erlernen die Jugendlichen den richtigen im Umgang mit den modernen Medien?

Wieviel Stunden darf ein Jugendlicher vor dem Computer zubringen, ehe er als spielsüchtig gilt? Die Suchtgefahr für Spielsucht hänge nicht von der Zeitdauer ab, erklärt Dr. med. Uwe Büsching, Sprecher des Ausschusses Jugendmedizin beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Nutzt ein Jugendlicher aber Computerspiele als Flucht vor seinen Problemen, ist dies bedenklich."

Das Sozialleben als Gradmesser

Das Sozialleben des jungen Menschen verrät viel über seine Suchtgefahr. Spielsüchtige vernachlässigen Schule, Freunde und Verwandte. Sie geben ihre Hobbies auf, ziehen sich aus dem Vereinsleben zurück und verweigern die Mitarbeit in Haus und Garten. In schweren Fällen leiden sogar Schlaf und Körperhygiene.

Parallelen zwischen Spielsucht und Alkoholabhängigkeit

Die Spielsucht erinnert an eine Alkoholabhängigkeit. Betroffene flüchten sich in eine irreale Welt. Sie pflegen vorwiegend Kontakte mit anderen Spielern. Ihre Gedanken kreisen fast ausschließlich um das Spiel. Werden sie nach ihrer Zeit am Computer gefragt, machen sie falsche Angaben. Sobald die Eltern ein Computerverbot verhängen, bemerken sie, wie ihr Kind zunehmend nervös und aggressiv wird.

Klare Regeln statt Computerverbot

„Medienverbote sind keine Lösung!“, weiß Dr. Büsching. „Jugendliche müssen einen angemessenen Umgang mit Medien lernen“, fordert er. Dabei helfen klare Regeln, die Eltern und Kinder am besten schriftlich festlegen. Ein solcher Familienvertrag regelt, wie viel Computerstunden den Jugendlichen zustehen und wie sie sich Zusatzstunden dazuverdienen können. Doch damit nicht genug. „Eltern sollten auch auf den Inhalt des Spiels und auf Altersgrenzen achten“, mahnt der Jugendarzt.

Kinder- und Jugendärzte im Netz

Quellen: Australian Family Physician, Monatsschrift Kinderheilkunde

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Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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