Schlaganfall: Gesund leben wichtig


Ausgleich von schlechten Genen möglich
Schlaganfall: Gesund leben wichtig

Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, wird sowohl von den Genen als auch von Lebensstil und Ernährung bestimmt. Kann ein gesunder Lebensstil den Einfluss negativer Gene ausgleichen?

Gene und Lebensstil: zwei Faktoren bei Schlaganfall

Das internationale Forscherteam wertete Daten von 500.000 Briten im Alter zwischen 40 und 69 Jahren aus. Als Grundlage diente eine vorangegangene Untersuchung, bei der 90 Genvarianten identifiziert wurden, die für die Entstehung eines Schlaganfalls eine Rolle spielen.

Die Wissenschaftler teilten die Probanden in drei genetische Risikogruppen für Schlaganfall ein. Zusätzlich gruppierten die Forscher die Personen in Teilnehmer mit gesundem, mäßig gesundem und ungesundem Lebensstil. Gemäß den Richtlinien der American Heart Association lebt gesund, wer nicht raucht, nicht zu dick ist (BMI unter 30), viel Obst, Fisch und Gemüse isst und sich pro Woche mindestens 3 Stunden moderat beziehungsweise 1,5 Stunden intensiv sportlich betätigt.

Obst, Fisch & Sport gleichen genetischen Nachteil aus

Insgesamt erlitten 2077 der Teilnehmer einen ersten Schlaganfall. Unabhängig vom Lebensstil war das Schlaganfallrisiko bei Menschen mit hohem genetischem Risiko um 35 Prozent höher als bei denjenigen mit geringem genetischem Risiko.

Deutlicher war der Zusammenhang zwischen Schlaganfallrisiko und Lebensstil: Teilnehmer mit ungesunder Lebensweise erlitten 66 Prozent häufiger einen Schlaganfall als gesund lebende Personen, unabhängig vom genetischen Risiko. Bei mäßig gesund lebenden Personen ergab sich eine um 27 Prozent erhöhte Schlaganfallrate. Prof. Martin Dichgans, 2. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft und Mitautor der Studie, fasst zusammen: „Die Ergebnisse belegen, dass sich ein gesunder Lebensstil zur Schlaganfallprävention lohnt – unabhängig vom genetischen Risikoprofil.“
Die Wissenschaftler zeigten auch, dass ungesunder Lebensstil und schlechte Gene unabhängig voneinander das Schlaganfallrisiko erhöhen und sich addieren können. Bei Personen mit ungünstigen Genen und gleichzeitig ungesundem Lebensstil fanden sie eine um rund 130 Prozent erhöhte Schlaganfallrate gegenüber Personen mit geringem genetischem Risiko sowie gesundem Lebensstil. Am stärksten trugen Rauchen und ein erhöhter BMI zum lebensstilbedingten Schlaganfallrisiko bei. Bei Männern wirkten sich in der Studie sowohl Gene als auch Lebensstil stärker aus als bei Frauen. Dichgans betont: „Männer sollten besonders auf eine gesunde Lebensweise achten.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

News

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Wie Medikamente den Geschmack verändern
Wie Medikamente den Geschmack verändern

Von bitter bis metallisch

Ein funktionierender Geschmacksinn ist für viele Menschen ein entscheidendes Stück Lebensqualität. Schließlich ist Essen und Trinken nicht nur überlebensnotwendig, sondern auch eine Genussfrage. Was aber tun, wenn Medikamente das Geschmacksempfinden stören?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Brunnen-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Margarita Rauschenbach
Telefon 030/4 93 56 10
Fax 030/4 94 84 18
E-Mail brunnen-apo@web.de