Tipps gegen Urlaubs-Verstopfung


Wenn der Darm streikt
Tipps gegen Urlaubs-Verstopfung
New Africa/Shutterstock.com

Im heiß ersehnten Urlaub macht bei vielen auch der Darm gerne ein Päuschen. Zwar ist eine Verstopfung auf Reisen meist weniger belastend als Durchfall. Stören kann der volle Bauch mit Blähungen und Bauchzwicken aber trotzdem sehr. Was hilft dagegen?

Der Darm mag keine Veränderungen

Dass der Darm mehr ist als ein Futterverdauer, weiß man schon seit geraumer Zeit. Durchzogen von Nervenfasern und gesteuert von den verschiedensten Botenstoffen ist er eng mit dem Gehirn verknüpft. Kein Wunder, dass er auf Veränderungen reagiert. Und genau davon gibt es im Urlaub meist reichlich.

Fremde Ernährungsweisen, ungesundes Fastfood zwischendurch, langes Sitzen im Flugzeug oder im Auto und vor allem ein umgestellter Tagesrhythmus lassen einen sensiblen Darm schnell in Streik treten - Verstopfung ist die Folge. Dazu trägt der Mensch oft auch noch aktiv bei, indem er in ungünstigen Situationen den Stuhldrang bewusst unterdrückt – z.B. weil die Toilette unsauber ist.

Den Darm bei Laune halten

Doch zum Glück lässt sich mit der richtigen Planung der Urlaubsverstopfung recht gut vorbeugen.

  • Hygienepaket einpacken. Um sich unterwegs auch mit wenig akzeptablen Toiletten zu arrangieren, hilft es, Einmalhandschuhe und Desinfektionstücher dabei zu haben. Damit lassen sich Toilettenbrille, Griffe oder Spülung abwischen, bevor man sie benutzt. Besonders elegant sind Einmal-WC-Brillenabdeckungen, die nach Gebrauch in der Toilette weggespült werden können. Mit Papiertaschentüchern oder Feuchttüchern in Hand- oder Hosentasche ist man zudem immer mit einwandfreiem Toilettenpapier gerüstet.
  • Bewegungspausen machen. Vor allem bei langen Autofahrten sind Bewegungspausen ein Muss. Kleine Gymnastikeinlagen oder kurze Spaziergänge unterstützen zudem Kreislauf und Venen und sollten immer wieder eingeschoben werden.
  • Stress niedrig halten. Stress kann den Darm ausbremsen. Deshalb ist auch im Urlaub das Programm mit ausreichenden Erholungspausen vernünftig zu dosieren.
  • Tagesrhythmus beibehalten. Den Darm freut es, wenn der Tag möglichst gleich abläuft. Deshalb sollte man möglichst zu den gewohnten Zeiten essen und schlafen.
  • Ballaststoffe essen, Fastfood meiden. Auch im Urlaub heißt es, möglichst ballaststoffreich zu essen. Auch wenn das Frühstücksbuffett mit leckeren Teigwaren lockt, sollte man sich morgens nicht mit Hefebrötchen und Teilchen vollstopfen. Und wer zwischendurch statt zum Schokoriegel zu einem Apfel oder ein paar Trauben greift, hilft seinem Darm zusätzlich, in Schwung zu bleiben.

Manchmal müssen Medikamente ran

Manchmal streikt der Darm jedoch trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen. Hilfreich sind dann Darmmassagen im Uhrzeigersinn (weil in diese Richtung auch der Stuhl durch den Dickdarm geschoben wird). Trockenobst oder Leinsamen und reichlich Flüssigkeit sind ebenfalls eine gute Idee. Schlussendlich kommen auch milde Abführmittel in Frage. Schnell und schonend wirken dabei vor allem Klistiere oder Zäpfchen aus der Apotheke,z. B. Glycerolzäpfchen.

Für diejenigen, die ihre Verstopfung nicht von anal her lösen möchten, gibt es in der Apotheke Präparate mit den abführenden Wirkstoffen Natriumpicosulfat oder Bisacodyl. Als Weichkapseln, Tabletten oder Tropfen eingenommen entfalten sie ihre Wirkung nach acht bis zwölf Stunden. Diese Mittel sollten ohne ärztlichen Rat jedoch nur kurzfristig eingenommen werden, da Nebenwirkungen wie Störungen des Elektrolythaushaltes auftreten können.

Quelle: ptaheute

News

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Wie Medikamente den Geschmack verändern
Wie Medikamente den Geschmack verändern

Von bitter bis metallisch

Ein funktionierender Geschmacksinn ist für viele Menschen ein entscheidendes Stück Lebensqualität. Schließlich ist Essen und Trinken nicht nur überlebensnotwendig, sondern auch eine Genussfrage. Was aber tun, wenn Medikamente das Geschmacksempfinden stören?   mehr

Kind nicht im Auto vergessen!
Kind nicht im Auto vergessen!

Vorsicht Hitzetod

Auch wenn es schnell gehen muss: Bei sommerlichen Temperaturen sollten Eltern ihre Kinder nicht im Auto warten lassen. Denn im Wageninneren steigen die Temperaturen oft schon nach 30 Minuten auf bis zu 40 Grad – und bringen gerade kleine Kinder in Lebensgefahr.   mehr

Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?
Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?

Nicht vorschnell entscheiden

Klappt das Stillen nicht, steht schnell die Vermutung „verkürztes Zungenbändchen“ im Raum. Ein kurzer Eingriff soll das Problem beseitigen. Aber funktioniert das wirklich?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Brunnen-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Margarita Rauschenbach
Telefon 030/4 93 56 10
Fax 030/4 94 84 18
E-Mail brunnen-apo@web.de