Kortisoncremes richtig anwenden


So wirken sie am besten
Kortisoncremes richtig anwenden
Ternavskaia Olga Alibec/Shutterstock.com

Wenn Ekzeme jucken und schuppen, bringen oft nur kortisonhaltige Cremes Erleichterung. Wie man diese am besten anwendet und wie man Nebenwirkungen minimiert, hat nun das Forschungsnetzwerk Cochrane untersucht.

Ekzeme: Rötung, Juckreiz, Schuppen

Starker Juckreiz kann den Alltag und vor allem auch den Nachtschlaf erheblich beeinträchtigen – Neurodermitiker*innen beispielsweise wissen das nur allzu gut. Das gilt aber auch für alle anderen Ekzeme, also bei entzündeten Hautstellen, die jucken, gerötet sind und sich meist auch schuppen. Eine schnelle Linderung versprechen dann Feuchtigkeitscremes mit Kortison. Auch wenn sie die Ursache des Ekzems nicht beseitigen, lindern sie meist zuverlässig den Juckreiz und bringen die Entzündung zumindest kurzfristig zum Abheilen.

Einmal oder zweimal cremen?

Weil es sich beim Kortison aber um einen sehr potenten Wirkstoff handelt, sollte man ihn nur gezielt einsetzen und auch die Nebenwirkungen im Blick behalten. Bei längerer Anwendung kann Kortison die Haut dünner und somit auch weniger widerstandsfähig machen. Um Anwender*innen konkrete Tipps zu Behandlungsstragien zu geben, hat das Forschungsnetzwerk Cochrane nun 104 Studien mit 8443 Teilnehmer*innen ausgewertet. Dabei fanden sie heraus:

  • Wahrscheinlich genügt es, die Kortison-Cremes einmal am Tag aufzutragen. Ein zweimal tägliches Cremen verbessert das Ergebnis diesen Analysen zufolge nicht.
  • Wenn Ekzeme immer wieder aufflammen, kann es hilfreich sein, vorsorglich zu cremen. Gute Ergebnisse zeigten die Studien, wenn Betroffene an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in der Woche die Cremes präventiv auftrugen.
  • Wahrscheinlich  kommt es zu weniger Nebenwirkungen, wenn man mit dem Cremen immer mal wieder pausiert. Dann verdünnt sich die Haut vermutlich weniger stark, als wenn man die Cremes durchgängig anwendet.
  • Stärkere Cremes dünnen die Haut wahrscheinlich mehr aus als geringer dosierte Präparate.

Gerade in Bezug auf die Nebenwirkungen stellten die Wissenschaftler*innen aber noch Forschungsbedarf fest. Hier waren sowohl die Teilnehmerzahl, als auch die Qualität der Studien nicht ausreichend für eine abschließende Bewertung.

Quelle: www.cochrane.de

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