Vorsicht mit Teebaumöl


Nebenwirkungen inbegriffen
Vorsicht mit Teebaumöl
mauritius images / Andriy Popov / Alamy / Alamy Stock Photos

Ob Fußpilz, Pickel oder Insektenstich –vor allem Freund*innen der Pflanzenmedizin setzen bei kleinen Hautproblemen gern Teebaumöl ein. Doch Vorsicht, das ätherische Öl hat auch seine Schattenseiten.

Tausendsassa mit Nebenwirkungen

Das aus dem australischen Teebaum gewonnene Teebaumöl gilt als Tausendsassa unter den ätherischen Ölen. Es bekämpft Viren, Bakterien und Pilze und wird deshalb nicht nur auf der Haut angewendet. Manche Menschen inhalieren das verdünnte Öl bei Erkältungen oder nutzen es als Mundwasser.

Doch Teebaumöl löst auch eine ganze Reihe unerwünschter Wirkungen aus, berichten niederländische Forscher*innen. Sie hatten die Datenbank der Weltgesundheitsorganisation zu Nebenwirkungen von Teebaumöl durchforstet und 161 Meldungen zusammengetragen.

Von Hautreaktionen bis zur Ataxie

Am häufigsten kam es durch das Teebaumöl zu Hautreaktionen wie Ausschlägen und Rötungen (Erytheme). Aufgrund seines hohen Allergiepotenzials löst das Öl auch gerne Kontaktallergien aus, erkennbar an Hautschwellungen und Juckreiz. Auch Reizungen der Augen, des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege – wahrscheinlich durch Inhalationen – traten auf. Nach oraler Einnahme des Öls war es in einigen Fällen sogar zu Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie) und zu Schläfrigkeit gekommen.

Zwei Drittel der gemeldeten Nebenwirkungen betrafen Frauen – wahrscheinlich, weil diese häufiger zu Naturheilmitteln greifen. Aber auch einige Kinder hatten mit Teebaumöl-bedingten Beschwerden zu kämpfen. Immerhin 10% der Nebenwirkungen wurden von den Forscher*innen als schwerwiegend eingestuft.

Nur äußerlich anwenden!

Aufgrund dieser Ergebnisse raten die Autor*innen dringend davon ab, Teebaumöl einzunehmen oder zu inhalieren. Eine äußerliche Anwendung empfiehlt sich zudem nur bei kleinen oberflächlichen Wunden, Insektenstichen oder Fußpilz. Stark verdünnt darf Teebaumöl laut Europäischer Arzneimittelagentur bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt werden.

Manche Expert*innen sind sogar noch vorsichtiger und komplett gegen eine Verwendung des beliebten Öls. Wer es trotzdem einsetzen möchte, sollte zumindest folgende Vorsichtsmaßnahmen einhalten:

  • Flaschen fest verschlossen und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr verwenden.
  • Immer Öle in pharmazeutischer Qualität verwenden. Beratung dazu gibt es in der Apotheke.
  • Nicht bei Schwangeren, Stillenden, Kindern und Haustieren oder bei bekannter Allergie gegen das Öl einsetzen.

Quelle: ptaheute

News

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?
Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Überlegt abnehmen

Wer abnimmt, verliert nicht nur Fett. Der Gewichtsverlust geht oft auch mit einem Verlust an Muskelgewebe einher. Dieser Effekt scheint auch bei der Abnehmspritze ausgeprägt zu sein.    mehr

Behörde warnt vor Longevity-Infusionen
Behörde warnt vor Longevity-Infusionen

Fragwürdige Vitamincocktails

Infusionen mit Vitaminen und Aminosäuren gelten auf Social Media als neuer Gesundheitstrend. Unter Schlagworten wie „Longevity“ oder „Biohacking“ werden mehr Schönheit, Energie und gesundes Altern versprochen. Fachleute warnen jedoch vor unterschätzten Risiken.   mehr

Vorsicht in der Höhe mit Kindern
Vorsicht in der Höhe mit Kindern

Gesundes Bergwandern

Wandern in den Bergen ist bei vielen Familien beliebt. Doch ab 2500 m warten neben der intensiven Sonneneinstrahlung auch andere Herausforderungen auf den Körper. Vor allem vor der Höhenkrankheit muss man Kinder schützen.   mehr

Vor Sonne und Stichen schützen

Mann steht vor Palmen und sprüht sich ein Mückenschutzmittel auf den Unterarm.

Sommerliche Herausforderung

Im Sommer möchte man sich meist sowohl vor Mücken als auch vor Sonnenbrand schützen. Was ist dabei zu beachten?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Brunnen-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Margarita Rauschenbach
Telefon 030/4 93 56 10
Fax 030/4 94 84 18
E-Mail brunnen-apo@web.de