Zäpfchen richtig anwenden


Wie Sie Anwendungsfehler meiden
Zäpfchen richtig anwenden

Zäpfchen sind eine wirksungsstarke Arzneinform – wenn sie richtig verwendet werden. Was es bei der Anwendung und Lagerung von Zäpfchen zu beachten gibt.

So rutscht es am besten

Ein häufiger Anwendungsfehler passiert beim Einführen. „Zäpfchen werden oft mit der Spitze voraus eingeführt“, sagt Wolfgang Kirchner von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Sein Rat: „Ich empfehle hingegen, sie mit dem stumpfen voran einzuführen, denn so gleiten sie leichter in den Darm“. Dies sei vor allem bei Kindern wichtig. Geben Eltern ihren Säuglingen etwa Fieberzäpfchen, hilft es, wenn sie zusätzlich die Pobacken des Babys ein paar Minuten lang leicht zusammendrücken. Bei wasserlöslichen Präparaten hilft noch ein anderer Trick: die Zäpfchen unmittelbar vor dem Einführen befeuchten. Hingegen sollte man das Zäpfchen nicht mit Creme, Babyöl oder Gleitmittel betupfen, denn dies kann die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Herausschälen, nicht herausdrücken

Ein Zäpfchen richtig anzuwenden, heißt aber nicht nur, es richtig einzuführen. Auch die Art, wie sie aus der Verpackung gelöst werden, spielt eine wichtige Rolle. So sollten Zäpfchen grundsätzlich nicht herausgedrückt, sondern herausgeschält werden, etwa so wie bei einer Banane. Fällt es jemandem schwer, die Folie mit der Hand abzuziehen, kann er auch eine Schere benutzen.

Richtig dosieren und lagern

Wenn Zäpfchen richtig wirken und keinen Schaden verursachen sollen, müssen sie auch richtig dosiert und gelagert werden. Möchte jemand beispielsweise nur die halbe Dosis verabreichen, sollte er das Zäpfchen einmal längs halbieren – das garantiert, dass auch nur die halbe Wirkstoffdosis in den Körper gelangt. Bei der Lagerung ist es entscheidend, ob die Zäpfchen wasser- oder fetthaltig sind. Fetthaltige Zäpfchen etwa schmelzen bei Körpertemperatur. Ist das einmal passiert, dürfen sie danach nicht mehr angewendet werden. Deshalb ist es wichtig, solche Zäpfchen nicht bei Temperaturen über 25 Grad Celsius zu lagern. Wasserhaltige Zäpfchen hingegen schmelzen nicht so leicht. Sie lösen sich normalerwiese erst im Darm auf.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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