Cassia-Zimt: Gefahr für die Leber


Besser Ceylon-Zimt verwenden
Cassia-Zimt: Gefahr für die Leber

Im Lebkuchen oder in Weihnachtsplätzchen – Zimt gibt dem Herbst- und Wintergebäck sein besonderes Aroma. Doch der Aromastoff Cumarin kann die Leber angreifen. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung hin.

Zimt nicht gleich Zimt

Zwei Arten Zimt sind zu unterscheiden: Der milde Ceylon-Zimt enthält nur wenig Cumarin, im herben Cassia-Zimt stecken dagegen größere Mengen des Aromastoffs. Wegen seines stärkeren Aromas kommt der Cassia-Zimt häufiger auf den Tisch. Personen mit einer empfindlichen Leber sollten Cassia-Zimt jedoch nur maßvoll zu sich nehmen, da Cumarin bei regelmäßigem Verzehr schon in relativ niedrigen Dosierungen Leberschäden verursachen kann.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konnte in einer Studie nachweisen, dass der Körper das Cumarin im Zimt genauso gut aufnimmt wie isoliertes Cumarin. Die Forscher des BfR gaben 12 Frauen und 12 Männern zu verschiedenen Zeiten jeweils isoliertes Cumarin als auch Zimt zu essen. Anschließend maßen sie die Cumarin-Konzentration im Urin und im Blut der Teilnehmer. Die Messung ergab, dass sich das isolierte Cumarin und der Zimt-Inhaltsstoff nahezu identisch im Körper der Studienteilnehmer verhielten.

Auf Ceylon-Zimt ausweichen

Als Höchstgehalt für Cumarin in Lebensmitteln gilt die Formel: 0,1 Milligramm Cumarin täglich pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm ist die tolerierbare Dosis bei 2 Gramm Cassia-Zimt ausgeschöpft, bei einem Kind mit 15 Kilogramm bereits bei 0,5 Gramm. 0,5 Gramm entsprechen etwa sechs Zimtsternen oder 100 Gramm Lebkuchen. Wer die tolerierbare Dosis jedoch nur für wenige Tage überschreitet, riskiert noch nicht seine Gesundheit.

Anders sieht es bei Personen aus, die bereits eine vorgeschädigte Leber haben. Wer an Leberschäden leidet, eine empfindliche Leber hat oder leberschädigende Medikamente einnimmt, sollte weniger Cumarin verzehren. Betroffene sollten besser auf den cumarinarmen Ceylon-Zimt zurückgreifen. Dies gilt auch für Verbraucher, die oft große Mengen Zimt als Gewürze verwenden, rät BfR-Präsident Andreas Hensel.

News

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Brunnen-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Margarita Rauschenbach
Telefon 030/4 93 56 10
Fax 030/4 94 84 18
E-Mail brunnen-apo@web.de