Heilpflanzen von A-Z: Alles mit N


Nachtkerze
Nachtkerze
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Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1614 nach Europa eingeführt, wo sie als Zier- und Küchenpflanze Verbreitung fand. Die Wurzel wurde als Gemüse zubereitet. In der Volksmedizin dienten Blatt und Wurzel als auflösendes und blutreinigendes Mittel. Die Homöopathie nutzt das Kraut als wirksames Mittel gegen Durchfall.

Wissenschaftlicher Name: Oenothera biennis L.

Charakteristik

Ursprünglich heimisch in Nordamerika, ist die Pflanze heute in fast allen Teilen von Europa und Teilen von Vorder- und Westasien heimisch geworden. Medizinisch verwendet werden das aus den reifen Samen gewonnene fette Öl und die zu Beginn der Blüte zwischen Juni und August gesammelte, frische Pflanze.

Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: bei Ekzemen Volksmedizin: bei Hyperaktivität von Kindern, erhöhtem Cholesterinspiegel, prämenstruellem Syndrom, Multipler Sklerose, Diabetes mellitus, Akne, Schuppenflechte und rheumatoider Arthritis

Dosierung

Innere Anwendung: Erwachsene 4-6 Kapseln à 0,5 g Nachtkerzenöl 2-mal täglich; Kinder 2-4 Kapseln täglich unzerkaut nach den Mahlzeiten mit viel Flüssigkeit einnehmen. Volksmedizin: 3-mal täglich Einnahme von 1 bis 2 Kapseln à 0,5 g Nachtkerzenöl

Wirkung und Nebenwirkungen

Die in der Droge enthaltenen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken antisklerotisch. Die Wirksamkeit des Nachtkerzenöls gegen Ekzeme und Neurodermitis ist durch klinische Untersuchungen belegt. Risiken der bestimmungsgemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Anwendung in Lebensmitteln

keine Angaben

Autor: Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke
Narzisse
Narzisse
Hector Ruiz Villar/Shutterstock.com

Die Pflanze wird manchmal mit Zwiebeln verwechselt. Relativ kleine Mengen von den Knollen der gelben Narzisse verursachen aber schon Vergiftungen. Hippokrates gibt Rezepte für Narzissen-Einlagen in den Uterus zur Erweichung des Muttermundes. Laut Galen soll ihr Saft zusammenziehende Eigenschaften haben und bei Wunden, Verstauchungen und Versteifungen und schmerzenden Gelenken wirksam sein. Auch gegen Ruhr, Krämpfe, Epilepsie und äußerlich gegen Geschwüre kamen Blüten und Zwiebeln zum Einsatz.

Wissenschaftlicher Name: Narcissus pseudonarcissus L.

Charakteristik

Die Pflanze kommt fast überall in Europa vor und wird andernorts kultiviert. Im Frühjahr blüht sie und wird dann oder im November und Dezember geerntet. Medizinisch verwendet werden die Zwiebel, die Blätter oder die blühende Pflanze ohne Wurzeln.

Anwendungsbereiche

Bei Schleimhautreizungen wie Bronchialkatarrh, Keuchhusten, Schnupfen, und Asthma.

Dosierung

keine Angaben

Wirkung und Nebenwirkungen

Die Wirksamkeit für die angegebenen Indikationen ist zur Zeit nicht belegt. Risiken der bestimmungsgemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bei Überdosierung oder bei versehentlicher Aufnahme der Zwiebel kann es zu Vergiftungen kommen. Symptome sind Erbreichen, Speichelfluss, Durchfälle und zentralnervöse Störungen.

Anwendung in Lebensmitteln

keine Angaben

Autor: Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke

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Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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Brunnen-Apotheke
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